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Wie wird eine NTM-Infektion diagnostiziert?

Eine nicht-tuberkulöse mykobakterielle Lungeninfektion wird häufig falsch diagnostiziert. Leider verzögert sich dadurch manchmal die richtige Diagnose bis der Patient wiederkehrende Infektionen hat. Dies kann die Behandlung erschweren, weil durch die vorherige Anwendung einer Einzeltherapie möglicherweise eine gewisse Medikamentenresistenz entstanden ist. Wiederkehrende Infektionen und damit verbundene Entzündungen können auch zu einer zusätzlichen Schädigung der Atemwege geführt haben.

Das Testen auf eine NTM-Infektion ist nicht kompliziert, aber der Arzt muss NTM vermuten und die richtigen Tests anordnen.

Die Diagnose einer NTM-Lungenerkrankung beinhaltet Folgendes:

  1. Sputumtests (Abstrich und Kultur) – Sputum (Auswurf) wird unter einem Mikroskop in einem säurefesten Bazillenabstrich (AFB) untersucht und dann in einer Kultur angezüchtet. Dies sind die grundlegenden Tests zur Identifizierung von Mykobakterien. Zur genauen Identifizierung des Bakterienstammes und der Empfindlichkeit gegenüber Medikamenten sollten die Tests in einem hochspezialisierten Labor durchgeführt werden. Diese kann Ihrem Arzt sagen, welche Medikamente bei dem bei Ihnen vorhandenen NTM-Stamm wirken (Empfindlichkeit gegenüber Medikamenten) und welche nicht (Medikamentenresistenz). Ebenso wichtig ist es, zu bestimmen, welche Kombination von Medikamenten eingesetzt werden muss, um das Risiko der Entwicklung einer Medikamentenresistenz zu minimieren. Das ist ein häufiges Problem bei der Behandlung von NTM-Infektionen mit Einzeltherapien. Wenn Sie Probleme haben, Auswurf abzuhusten (auch als Schleim oder Phlegma bezeichnet), kann Ihr Arzt entscheiden, eine Bronchoskopie durchzuführen, um die erforderliche Probe zu erhalten.
  2. Computertomographie (CT) des Brustkorbs – Ein CT-Scan ist ein dreidimensionales Bild, das aus einer großen Reihe von zweidimensionalen Röntgenbildern erstellt wurde. Durch Röntgenbilder des Brustkorbs allein können nur ansatzweise Rückschlüsse auf Lungenleiden gezogen werden und diese Aufnahmen sind nicht ausreichend. Eine Computertomographie bietet dem Arzt einen detaillierten Blick auf Umfang und Lage der Erkrankung und ist ein wichtiges diagnostisches Instrument. Sie kann schleimgefüllte Atemwege zeigen, die auf den Bildern als weiße Flecken erscheinen (wegen ihres astähnlichen Aussehens manchmal auch als „Baum mit Knospen“ bezeichnet). NTM-Diagnose und Nachsorge erfordern im Allgemeinen eine hochauflösende Computertomographie ohne Kontrastmittel.
  3. Krankengeschichte (Anamnese) – Das Wissen um Ihre vergangenen Krankheiten, einschließlich der Kinderkrankheiten, kann Ihrem Arzt ein zusätzliches Verständnis vermitteln, warum gewisse zugrunde liegende Lungenerkrankungen bestehen. Klicken Sie hier für Tipps zur Erstellung einer Familienanamnese.
  4. Lungenfunktionstests/Pulmonale Funktionstests (PFT): Welche sind das und warum brauche ich sie?
    CT-Scans des Brustkorbs zeigen, ob es irgendwelche Auffälligkeiten gibt, die die Lunge beeinträchtigen. Pulmonale Funktionstests sind eine Reihe von Tests, die messen, wie gut Ihre Lunge funktioniert. PFTs werden in der Regel durchgeführt, um das Fortschreiten der Lungenerkrankung zu verfolgen, und können auch dazu dienen, festzustellen, ob eine Operation notwendig ist.

Einige der häufigsten pulmonalen Funktionstests sind die folgenden:

Spirometrie: Der Patient atmet tief ein und atmet so vollständig und kräftig aus wie nur möglich, um den Luftstrom in die Lunge und aus der Lunge zu beurteilen.

Plethysmographie: Misst das Gasvolumen der Lunge mit Hilfe der Druckveränderungen, die während des Atmens stattfinden.

Diffusionskapazität: Der Patient atmet kleine Mengen an Kohlenmonoxid ein und der Test misst, wie viel dieses Gases ins Blut gelangt. Dies zeigt die Fähigkeit der Lunge, Sauerstoff in das Blut abzugeben.

Gasmessungen bei arteriellem Blut: Aus einer der kleinen Arterien im Körper wird eine kleine Menge Blut entnommen (normalerweise aus dem Handgelenk), um die Menge an Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut zu analysieren.

Oxymetrie: Bietet die Messung des Sauerstoffgehalts im Blut unter Verwendung eines Pulsoximeters, das für eine oder zwei Minuten auf den Finger des Patienten gesetzt wird.

 

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